Kurzkritik: Dämmerung – ein Niedersachsenkrimi

In einem Waldstück in Niedersachsen wird in einem Holzsarg eine in Folie eingewickelte Frauenleiche gefunden. Der Fallanalytiker Roman Sellberg und die Hauptkommissarin Maike Wasmuth ermitteln. Die wahre Dimension des Falls wird ihnen aber erst klar, als wenig später eine zweite arrangierte Leiche gefunden wird. Gegen diverse Widerstände im Polizeiapparat ermitteln sie in eine Richtung, in der es plötzlich auch persönlich wird…

Wie immer bei den Kurzkritiken gibt es nicht mehr zur Handlung.

Während regional positionierte Krimis ja sonst oft nur für die Leser aus der Region für Interesse sind, spielt dies hier nur eine untergeordnete Rolle. Vielmehr wirft der Krimi „Dämmerung“ von Martin Witte Fragen rund um Leben und Tod auf. Nicht tiefschürfend, aber doch zum Nachdenken anregend.

Das Oberflächliche ist aber vielleicht auch das Hauptproblem des Buches – die Handlung ist vorhersehbar und lebt von (vorhersehbaren) sehr großen Zufällen, die Charaktere bleiben flach und agieren gleichfalls wenig überraschend.

Dennoch kann ich „Dämmerung“ als Freizeitlektüre empfehlen. Es liest sich flüssig, ist gut lektoriert und regt zum Nachdenken an.

Für alle, die solide Krimiunterhaltung mögen.

Format: Kindle Edition
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 204 Seiten
Verlag: BookRix (23. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ASIN: B00O8LHRDU

Daneben gibt es eine Taschenbuchausgabe (ISBN 13: 978-3868706598)

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