Mal was zum Bahnstreik

kein-zug-nirgends

Wenn nicht noch ein Wunder geschieht kommt jetzt der Mega Bahnstreik kommt wohl. Von Donnerstag 2h nachts bis zum Montag 4h im Personenverkehr, im Güterverkehr läuft er schon.

Und Deutschland ist empört – zu Recht. Angestellte, die nicht rechtzeitig oder gar nicht zur Arbeit kommen. Kinder, die auf einsamen leeren Bahnsteigen warten müssen, Alleinerziehende, die es nicht rechtzeitig nach Hause schaffen, ausgefallen Fernbeziehungen, verdorbene Urlaubsfreuden und in Berlin dann noch die Feierlichkeiten zum 25. Jubiläum des Mauerfalls. Ja, das ist Scheiße. Besonders auch, da ich am Donnerstag und Freitag davon betroffen sein werde.

Auf der anderen Seite ist es natürlich auch das gute Recht der GDL, zu streiken und das Streikrecht ist ein hohes Gut – auch wenn man über die Ziele der GDL und insbesondere ihres Vorsitzenden Weselsky durchaus geteilter Meinung sein darf.

Weiter mag man hier einwenden, dass man von einem Recht nicht nur Gebrauch machen sollte, weil man es hat – man kann auf seine Ausübung auch verzichten oder es rücksichtsvoll einsetzen. Unsinn, sagt die GDL, wenn es nicht weh tut, bewegt sich die Bahn nicht. Das stimmt auch wieder – wenngleich ich glaube, dass sich die GDL damit kurzfristig, mittelfristig und auch langfristig selbst schadet – angefangen kostenloser Werbung für Fernbusse, über Gesetze gegen Mini-Gewerkschaften bis hin zur beschleunigten Entwicklung des selbstfahrenden ICE, der den Lokführer dann ganz entbehrlich macht.

Doch eine Sache könnte die GDL machen, um einerseits massiv Druck aufzubauen, andererseits weniger Sympathien in der Bevölkerung zu verspielen und den Schaden für die Betroffenen Privatpersonen geringer zu halten: einfach nur den Güterverkehr zu bestreiken…

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