Hat das Buch in Papierform ausgedient?

Seitdem die E-Books in mehr und mehr Genres zusätzlich zur Papierform angeboten werden, stellen sich Konsumenten wie Fachleute gleichermaßen die Frage, ob es durch die E-Books zu einer Verdrängung der Bücher in gedruckter Form kommen kann.

Die Ursprünge der E-Books reichen bis in die 70er Jahre zurück. Im Jahr 1988 wurde bereits das erste Buch in vollelektronischer Form, das am Computerbildschirm gelesen werden konnte, veröffentlicht. Mitte der 90er Jahre kamen Nachschlagewerke in digitaler Form auf einer CD-ROM auf den Markt. Das sind die ersten E-Books, deren Zahl ab der Mitte der 90er Jahre kontinuierlich stieg. Nach anfänglichem Zögern hat sich die digitale Buchform auch durch die Einführung technischer Neuerungen durchgesetzt. Im Jahr 2006 wurden technische Neuerungen wie beispielsweise das elektronische Papier durch die Firma E-Ink eingeführt. Zudem waren ab diesem Zeitpunkt die E-Book-Reader zu erschwinglichen Preisen erhältlich, was dazu führte, dass sich mehr und mehr Menschen einen E-Book-Reader und damit auch E-Books zulegten.

Die E-Books können nicht in allen Genres gleiche Marktanteile verzeichnen. So wird davon ausgegangen, dass die E-Books im Bereich der Belletristik künftig einen Marktanteil von etwa 30 Prozent einnehmen werden. In diesem Genre sollen künftig weniger Neuerscheinungen in gedruckter Form auf den Markt gebracht werden, dafür mehr E-Only-Novitäten. Im Gegensatz zur Unterhaltungsliteratur werden Kinder- und Jugendbücher wahrscheinlich weniger durch die Digitalisierung beeinflusst. Kinder und Jugendliche werden auch künftig noch ihre Leseerfahrungen durch das Lesen von Geschichten auf gedrucktem Papier sammeln. In diesem Bereich werden anstelle der E-Books Apps eine größere Rolle spielen. Im Bereich der Karten und Reiseführer kommt es vermutlich zu einer Verdrängung der gedruckten Varianten durch digitale Angebote. Auch Ratgeber werden mehr und mehr durch kostenlose Angebote im Internet verdrängt, auch wenn Autorenbücher, die über einen hohen emotionalen Anteil verfügen, auch künftig noch in gedruckter Form gekauft werden. Im Bereich der Sachbücher kommt es jedoch zu einer Verdrängung durch die E-Books, die bis zu 50 Prozent betragen kann. Im Bereich der wissenschaftlichen Literatur wird es künftig wohl nur noch bei Festschriften oder Qualifikationsschriften dazu kommen, dass diese in gedruckter Form erscheinen. Dasselbe gilt für Fachbücher, abgesehen von den Werken, die im Berufsleben eingesetzt werden müssen. Lehrbücher werden künftig sowohl in gedruckter als auch in elektronischer Form erscheinen und auch die Schulbücher werden in digitaler Form in Kombination mit Lernplattformen angeboten, was ebenfalls zu einer Verdrängung der gedruckten Form führen kann.

Das gedruckte Buch wird es also meiner Meinung nach auch künftig geben. Jedoch wird der Marktanteil der E-Books, wie das Börsenblatt mitteilte, auf etwa 30 Prozent steigen. Die Anzahl der gedruckten Neuerscheinungen wird künftig zurückgehen, während der Anteil der E-Only-Novitäten steigen wird, ohne dass es dabei zu einer vollständigen Verdrängung kommt.

Jedoch steigt dadurch nicht nur der Anteil an E-Books, sondern auch an Lesegeräten. Das Vergleichsportal Netzsieger zeigt die aktuellen Testsieger.

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