Compaq Concerto

Wenn ich an die Computer zurückdenke, die ich genutzt habe, muss ich als erstes an den Compaq Concerto denken. Mich hat kaum ein Teil Hardware so begeistert wie dieser für seine Zeit (1993) sehr fortschrittliche Notebook. Um es besser zu verstehen, erst mal ein Bild:

compaq-concerto

Letztlich war es ein Tablet, an das eine Tastatur angedockt werden konnte, die auch gleichzeitig als Schutzabdeckung für das Display diente, wenn man das Concerto transportieren wollte. Kommt einem bekannt vor? Ja, vom MS Surface. Wahrscheinlich mag ich unser Surface RT deswegen auch so gerne. Und anders als beim Surface RT war der hintere Standfuss des Concerto auch flexibel und konnte meiner Erinnerung nach auch als Tragegriff dienen. Die Tastatur war mit einem Kabel verbunden und konnte ganz wie eine normale PC Tastatur frei auf dem Schreibtisch bewegt werden. Für mich war das Concerto damit die perfekte Schreibmaschine.

Dazu gab es noch einen Stift, mit dem man Windows for Pen Computing 1.0 bedienen konnte. Das besondere daran – er funktionierte auch noch aus einem Zentimeter Entfernung, so konnte man sich z.B. die Tooltipps bei MS-Office anzeigen lassen. Ansonsten konnte man damit WPC 1.0 richtig gut bedienen. Und die Handschrifterkennung war schon richtig brauchbar. Jedenfalls Welten besser als die des Apple Newton, der zur gleichen Zeit auf dem Markt war.

Die weiteren technischen Daten:

  • Intel 425SL Prozessor mit 33 MHz
  • 240 MB Festplatte
  • 3,5″ Diskettenlaufwerk
  • 1 MB RAM
  • 640*480 Pixel VGA Display mit Graustufen, hintergrundbeleuchtet

Außer meinem habe ich in Deutschland keinen anderen Concerto gesehen. An den Preis kann ich mich nicht mehr erinnern. Wahrscheinlich war er zu teuer und seiner Zeit zu weit voraus.

Aber für mich als ewiger Geek war es damals einfach genial.

Ich werde sukzessive einige meiner ehemaligen Computer vorstellen. Alle diese Artikel haben den Tag meinecomputer.

Bild (c) gdgt.com

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