Ein erster Blick auf die Q1/2013 Zahlen von Apple: Die iPhone Abhängigkeit steigt

Erwartungsgemäß hat Apple mit den Zahlen für das erste Quartal 2013 neue Rekorde aufgestellt. Die vollständigen Zahlen gibt es direkt bei Apple, hier das wichtigste in Kürze:

  • 54,5 Milliarden US$ Umsatz (Vorjahreszeitraum: 46,3 Milliarden US$)
  • 13,1 Milliarden US$ Gewinn (Vorjahr: 13,1 Milliarden US$)
  • 13,81 US$ Gewinn je Aktie (Vorjahr: 13,87 US$)

Was die Geräteverkäufe angeht, sieht es wie folgt aus:

  • 47,8 Millionen iPhones (37 Millionen im Vorjahr)
  • 22,9 Millionen iPads (15.4 Millionen)
  • 4,1 Millionen Macs (5.2 Millionen)
  • 12.7 Millionen iPods (15.4 Millionen)

Ist also alles gut? Auf den ersten Blick in diesem Quartal noch einigermaßen – auch wenn die Analystenerwartungen höher waren und der Gewinn stagniert.

Doch schauen wir uns einmal den Anteil der Produkte am Umsatz an:

Q1/2013 Q1/2012
Umsatz Anteil Umsatz Anteil
iPhone          30.660 56%           23.950 52%
iPad          10.674 20%             8.769 19%
Mac            5.519 10%             6.598 14%
iPod            2.143 4%             2.528 5%
iTunes            3.687 7%             3.020 7%
Zubehör            1.829 3%             1.468 3%
         54.512           46.333

Und wir erkennen Apples strukturelles Problem: Die Abhängigkeit vom iPhone.

Machte das Hype-Smartphone vor einem Jahr 52% am Apple-Umsatz aus, sind es im letzten Quartal satte 56%. Die iPads können das trotz – oder gerade wegen – iPad Mini nicht abfangen und steigen minimal von 19% auf 20%. Und die Anteile der iPods und Macs sind sogar rückläufig.

Weiter zu bedenken ist übrigens, dass ein Großteil der Zubehör- und iTunes Umsätze wiederum direkt vom iPhone abhängig ist.

Das iPhone ist aber immer stärkerer Konkurrenz ausgesetzt. Sollte es tatsächlich bald nicht mehr in diesem Maße “in” sein, ist das zwar bei weitem nicht existenzbedrohend für die Kalifornier, doch wird Apple mehr und mehr zum “normalen” Unternehmen, was ich ja in meinen Blick auf Apples Zukunft prognostiziere.

Will Apple langfristig weiterhin in seiner eigenen Liga spielen, muss ein neues disruptives Produkt her.

apple-produkte-umsatzanteil

Für die weitere Analyse der Zahlen – insbesondere hinsichtlich Apples Schwäche in China – empfehle ich Sascha Pallenbergs Artikel zu Apples Quartalszahlen bei mobilegeeks.

3 comments

  1. Pingback: “Habe Visionen für uns” — warum Apple für die Öffentlichkeit ein Unterhaltungs- und kein Technologiekonzern ist | Die Sendung mit dem Internet
  2. Joaquin

    Bei Apple spielt aber auch das Zusammenspiel ihrer Produkte eine wesentliche Rolle bei der Kundenbindung und Kundentreue. Hier können viele Geräte isoliert funktionieren, es geht aber besser im Verbund. Das treibt somit auch viele iPhone Besitzer zu einem Mac usw.

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