Wird Atari wieder auferstehen?

atari

Es wurde berichtet, dass der Retro-Videospiel-Riese Atari ein Comeback plant, indem er versucht neue Märkte zu erschließen.

Das Unternehmen, das in den 80er Jahren mit Spielen wie Asteroides und Pong berühmt wurde, litt in den vergangenen Jahren, da es mit seinen stärksten Konkurrenten, Sony und Microsoft, nicht mithalten konnte. In 2003 traf Atari die verhängnisvolle Entscheidung sich mit Hasbro Interactive zu verbinden, aber Atari erholte sich auch nie wirklich von dem „Videogame-Crash“ in 1983.

In 2014 änderte sich jedoch alles, der Markt für Online-Spiele folgte anderen Trends, einer davon sind die Online-Glücksspiele. Dieser Trend, der in 2004 begann, entwickelte sich exponentiell, insoweit, dass Statistiker vorhersagten, die Einnahmen würden sich bis 2015 vervierfachen.

Aufgrund dieser Entwicklung dringt Atari jetzt in die Kasinowelt ein. Der Geschäftsführer Fred Chesnais sagte: „In Ataris neuer Ära wenden wir uns Computer- und Mobil-Produkten zu sowie digitalen Medien. Das Unternehmen plant auch mit Hardware-Lizenzen, gamifizierter Hardware und tragbaren Geräten weiterzumachen.”

Um sich neu zu erfinden, startete Atari eine Reihe von Projekten, einschließlich eines eigenen Fernseh-Blogs sowie „soziale Glücksspiele“. Das Letztere wurde so genannt, um einige der Hürden des amerikanischen Markts zu überwinden. Derzeit sind Online-Glücksspiele nur in drei Staaten erlaubt: Nevada, Delaware und seit neuestem auch New Jersey. Atari hat in Zusammenarbeit mit Flowplay für Atari-Casino das „soziale Glücksspiel“ entwickelt: ein Spiel, bei dem mit virtuellem Geld gespielt werden kann.

Atari könnte natürlich mit der Konkurrenz von anderen online Kasino-Webseiten Schwierigkeiten haben, da diese Spielern die Möglichkeit einer Übungsrunde bieten, ohne sich finanziell zu verpflichten. Der Reiz Geld zu gewinnen allein, könnte die konkurrierenden Webseiten verlockender machen, aber mit den Einschränkungen eines großen Marktes, wie Amerika, könnte Atari doch die richtige Wahl getroffen haben.

Letztendlich wird Ataris Entscheidung in die mobile Glücksspiel-Branche einzusteigen für das Unternehmen sehr gewinnbringend sein. In Deutschland hat das Glücksspiel online schon enorm zugenommen und das liegt hauptsächlich am Erfolg von Smartphones und Tablets.

Ataris TV-Blog hat neulich auch die Weltmeisterschaft kommentiert. Indem sie sich aktuelle Ereignisse zunutze machen, ist das Unternehmen auf dem besten Wege sein früheres Ansehen wieder zurückzugewinnen. Chesnais fügte hinzu: „Wir stehen nicht mehr nur mit Spiel-Unternehmen im Wettbewerb. Letztendlich werben wir um die Zeit des Benutzers.“

Bild: Atari Spielkonsole, Public Domain

El Gaucho in Köln

Im El Gaucho in Köln war ich früher recht oft und hielt es damals für eines der besten argentinischen Steakrestaurants in Deutschland und verbinde viele gute Erinnerungen damit.

Über 10 Jahre war ich nicht mehr da – und als wir vor einigen Tagen mit meiner Familie in der Nähe war, entschlossen wir uns spontan zu einem Besuch, wobei wir wenig Hoffnung hatten, am Freitagsabend um 20:30 einen Platz zu bekommen… Runter in den Keller, gefragt und Überraschung: “Warten Sie fünf Minuten an der Theke, dann haben wir einen Platz für Sie.” Und so war es dann auch. Leider, um es direkt zu sagen.

Verändert hat sich in den letzten 10 Jahren nicht viel: viel Holz, viele Bilder mit prominenten Gästen an den Wänden, gemütlich. Renoviert wurde in der Zeit aber auch nicht.

Auf der Karte fällt zunächst auf, dass es gar keine Kinderportionen gibt – na gut, teilen sich die beiden eben ein 300g Steak. Meine Frau wollte vorab eine Suppe, die aber leider “schon aus” war. Gut, stattdessen ein Shrimps-Cocktail. Ich konzentriere mich ganz aufs Fleisch und dazu eine Folienkartoffel.

Vorher bestellen wir für alle Knoblauchbrot. Dass entpuppt sich als eine Art kalte Kräutercracker, die wenigstens den Kindern schmecken: “Darf ich noch einen von den Keksen haben?”

Der Shrimpscocktail ist recht gut, vielleicht zu viel Sauce, aber jedenfalls auch genug Shrimps. Besonders freute ich mich aufs Fleisch, hatte ich doch das Filetsteak mit Kräutern dort als eines der besten Steaks meines Lebens in Erinnerung.

Nein, entweder hatte ich vor 10 Jahren sehr niedrige Ansprüche oder das El-Gaucho hat in den letzten Jahren einfach sehr abgebaut. Ich gehe von letzterem aus. Die Trockenkräuter auf dem lieblos gegrillten Filetsteak kommen aus der Streudose (so wie auch die Trockenzwiebeln). Die Fleischqualität ist ok, aber in der Pfanne zuhause kriegt es auch ein leidlich geübter Koch mindestens so gut hin. Bei den Rumpsteaks stimmt nicht mal die Qualität – einfach nur sehnig und mehr Fettrand als sonst bei diesem Zuschnitt üblich. Einfach nur schade ums Geld.

Gleiches gilt für die Beilagen: Pommes Frites fettig und kalt, Folienkartoffel mehlig und ebenfalls kalt. Überhaupt hätte ich mehr Auswahl an Beilagen gewünscht, besonders Gemüse.

Positiv hervorzuheben: der Service ist freundlich (wenn auch unorganisiert), der offene Rotwein schmeckt ordentlich. Das war es dann aber schon.

Das El Gaucho scheint nur noch von seinem Ruf zu leben.

Wer wirklich gute Steaks essen möchte sollte lieber nach Bonn fahren und das El Tarascon besuchen, das zwar etwas teurer aber dafür auch deutlich besser ist – in jeder Hinsicht.