Gerichtkritik: Köfte mit Auberginen im bona-me

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Vor wenigen Tagen verschlug es mich zum Mittagessen in das bona-me in Köln Deutz. Man kann sich dieses Restaurant wie Vapiano auf kurdisch vorstellen; Niederlassungen gibt es im Rheinauhafen, Aachen und eben Deutz. Entschieden habe ich mich für Köfte auf Auberginen.

Köfte sind Frikadellen aus Lamm- oder Rinderhackfleisch, von denen es sehr viele Zubereitungsvarianten gibt. Diese hier waren aus Rind und überzeugtem mit einem allenfalls minimalen Brotanteil. Sie waren gut gewürzt und gerade richtig gegrillt. Angerichtet waren sie zusammen mit gegrillten Tomaten auf zwei ebenfalls gegrillten Auberginenstreifen. Die Aubergine war sehr zurückhaltend gewürzt, wozu der dezente Eigengeschmack sehr gut zur Geltung kam – von daher hätte ich mich über noch mehr Aubergine gefreut. Dazu gab es dann noch gegrillte gründe Spitzpaprika und eine Joghurtsauce. Nachgewürzt habe ich mit Chiliflocken und Oregano. Zum trinken entschied ich mich für ein Ayran.

Sicher, keine große Kochkunst aber qualitativ hochwertige Zutaten, die handwerklich sauber bearbeitet wurden.

Ich würde es auf jeden Fall wieder bestellen!

Wie ich fast ein finnisches Wort erfunden habe

Finnisch ist wahrscheinlich eine der coolsten (und schwierigsten) Sprachen der Welt, die sehr lustige Wörter hervorgebracht hat.

In den letzten Tagen ging hier in Deutschland die schöne Vokabel “kalsarikännit” viral – meist übersetzt mit “sich allein in Unterhosen zuhause betrinken” übersetzt. Naja – ganz exakt ist die Übersetzung nicht. An sich ist “kalsarikännit” nichts anderes als eine Komposition (yhdyssana) aus kalsarit (Unterwäsche) und “kännit”, was nichts anderes heißt als “betrinken”.

Ergo kann man im finnischen sehr schöne Komposita aus Kleidungsstücken und “sich betrinken” bilden. Warum also nicht “bikinit” (Bikini) und “kännit” zu “Bikinikännit” verbinden – das “t” am Ende des Substantivs fällt bei den Kompositionen im finnischen weg.

“Bikinikännit” passt irgendwie zu Spring Break und Co – auch wenn meine finnischen Kontakte meinten, zumindest in Finnland sei “Bikinikännit” keine so gute Idee, da man dann ja schnell die Grippe bekäme. Aber das ist ein anderes Thema.

Leider war ich nicht der erste, der diese Idee hatte. Es gibt Stand heute tatsächlich einen (1) Google Hit für diese schöne Vokabel – als Kommentar zu einem Post. Aber das wird sich natürlich ändern – denn ich schlage vor, “Bikinikännit” ab sofort in den finnischen Sprachgebrauch zu übernehmen.

bikinikaennit

Ansonsten bin ich auf viele weitere Ideen gespannt. Wie wäre es mit “Uimahousukännit”…

Gute Tat des Tages: ein Insektenhotel aufhängen

insektenhotel

Wer einen Garten hat, sollte ein (oder mehrere…) Insektenhotel aufhängen. Man hilft so vielen nützlichen Insekten, sich fortzupflanzen und zu überwintern – denn in den heutigen Gärten gibt es die von ihnen benötigten Rückzugsorte nicht mehr.

Bei diesem kleinen Insektenhaus, das seit heute in unserem Garten hängt, gibt es vier Bereiche, die für verschiedene Nützlinge da sind:

  • In den Holzspänen nisten und überwintern Käferarten wie der Laufkäfer, der sich sogar über Schnecken hermachen kann.
  • Die hohlen Stängel werden von Wildbienen genutzt, die einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung liefern.
  • Florfliegen fressen gerne Blattläuse und freuen sich über die Kiefernzapfen als Nisthilfe.
  • Die mittlere Kammer wird gerne von Schmetterlingen bei schlechtem Wetter genutzt.

Wer geschickt ist, kann solch ein Insektenhotel selbst bauen, hier ist eine sehr gute Anleitung. Inzwischen findet man diese aber auch in den meisten Bau- und Gartenmärkten – oder Sie bestellen jetzt einfach eins online.