10 Dinge, die man im Internet gemacht haben sollte – Vorschläge von Severin

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  1. Sicher bleiben: Auf jeden Fall solltest Du auf Systemen, bei denen es notwendig ist, einen Virenschutz installieren. Tipp: der bei Windows mitgelieferte Defender ist im Regelfall mehr aus ausreichend. Lade keine Apps oder Programme aus dubiosen Quellen herunter und halte Dein Betriebssystem und Deinen Browser mitsamt Plugins immer aktuell. Fall nicht auf Bannwerwerbung hinein, dass Viren auf Deinem System gefunden wurden.
  2. Mach Dich schlau und verstehe das Netz. Lies auch einmal Seiten wie Mobilegeeks oder The Verge, um mehr Hintergrundinfos zu erhalten und zu verstehen, was sich aktuell im Web tut.
  3. Auf zu Zeitreisen: Zum Beispiel, indem Du bei einer Google Suche einstellst, dass nur Ergebnisse vor 1996 angezeigt werden sollen (Suchoptionen / Zeitraum festlegen) – und sich dann wundern, dass die damalige Umweltministerin Angela Merkel von einem bisslosen Hund angefallen wurde… Oder Du suchst, welche Bücher Bestseller in Deinem Geburtsjahr waren oder welches Lied in den Charts Nummer 1 an Deinem Geburtstag war. Sehr schön ist auch die Website oldweb.today – damit kann man sich noch einmal in mehrfacher Hinsicht in die Vergangenheit des Internet zurückbeamen. Bei archive.org gibt es viele Retro Emulatoren, mit denen man sich z.B. in Windows 3.11 Zeiten zurückversetzen kann.
  4. Konsumiere nicht nur, sondern sei selbst kreativ: ob mit einem eigenen Blog, als Gastblogger, in sozialen Netzen, Foren, hilf in Foren, veröffentliche Deine Gedanken als eBook oder werde Wikipedia Autor… es gibt viele Möglichkeiten, selbst etwas beizutragen. Übrigens, auch hier suche ich immer Leute, die gerne mitmachen wollen.
  5. Bleib fair – beziehe Musik, Filme und Bilder aus legalen Quellen, kopiere keine Texte, schreibe keine bösartigen Kommentare, like und teile Inhalte, die Dir gefallen, benutze bei Seiten, die dezent Werbung einsetzen keinen Adblocker.
  6. Probier Alternativen aus – auch mal andere Suchmaschinen als immer nur Google, mal einen anderen Mailservice als GMX, einen anderen Cloudservice als Dropbox… und wenn es nur dazu dient, dass Du weißt, dass Du Dich richtig entschieden hast.
  7. Bevor Du etwas vorschnell in sozialen Netzen teilst, solltest Du immer überprüfen, ob die Quelle seriös ist, die Nachricht stimmen kann, noch aktuell ist… Und nur weil da ein Bild mit einem Zitat ist, muss es noch lange nicht stimmen.
  8. Auch wenn es einen noch so in den Fingern juckt – auf einen offensichtlich provokativen Kommentar, der nur Widerspruch sucht, auch mal nicht antworten – getreu dem Motto: “Don’t feed the Troll.” Übrigens, Trolle im Netz haben nichts mit den mal mehr mal weniger niedlichen Gestalten aus Norwegen zu tun. Vielmehr kommt es von einer Technik des Fischens mit einer Schleppangel, die “Trolling” genannt wird.
  9. Aufgepasst bei Passwörtern! Verwende sichere Passwörter oder Authentifizierungsmethoden, wo es drauf ankommt. Ändere Deine Passwörter regelmäßig. Mach Dir aber auch nicht zu viel Mühe mit Passwörtern, wenn es den Aufwand nicht wert ist.
  10. Einfach Smartphone, Tablet, Surface, iPad, Notebook, Mac, PC… ausschalten, wenn man merkt, dass man gerade nur sinnlos herumsurft.

Kurzkritik: Polyplay

Endlich bin ich wieder mal zum Lesen gekommen und durch das Amazon Empfehlungssystem bei “Polyplay” von Marcus Hammerschmidt gelandet. Eine für mich perfekte Mischung – alternative Geschichte, Krimi und ein bißchen Science Fiction… Das Amazon System kennt mich ziemlich gut.

Deutschland nach der Wiedervereinigung: Modrow ist Staatsratsvorsitzender, Außenminister Joschka Fischer, “einer der wenigen Westlinken, die im Osten Karriere gemacht hatten”. Man sieht schon, die DDR hat diesmal die Bundesrepublik übernommen.

Kriminalkomissar Kramer ermittelt in einer Mordserie, bei der das alte DDR Videospiel Polyplay eine zentrale Rolle zu spielen scheint. Schnell interveniert die STASI und Kramer wird vom Fall abgezogen, doch ermittelt auf eigene Faust weiter – bis sich alle Rätsel auf verstörende Weise aufklären.

Wie üblich bei meinen Kurzkritiken nicht mehr zum Inhalt.

Polyplay hat mich schnell in seinen Bann gezogen: die Mischung ist ziemlich einzigartig, das Buch ist gut lektoriert und liest sich flüssig – man mag es kaum aus der Hand legen. Lediglich das Kapitel, in dem sich alles auflöst, ist etwas überzogen; hier hätte es auch eine Nummer kleiner getan.

Das Buch ist übrigens schon etwas älter – es erschien 2003 als Taschenbuch und wurde jetzt als eBook neu aufgelegt. Im Rahmen der Amazon Leihbücherei und Kindle Unlimited kann kostenlos ausgeliehen werden.

Polyplay (Marcus Hammerschmidt)

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 625 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 180 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
ASIN: B0197LZ4OY

Das Butterbrottütenmonster des Tages ärgert sich mal wieder über das Wochenende

Köln – eine hilfsbereite Stadt (ein Karnevalserlebnis)

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Dass man in Köln an besonderen Tagen wie Silvester oder Karneval auch viel Hilfsbereitschaft erfahren kann, zeigt dieser Gastbeitrag. Der Autor ist uns persönlich bekannt.

Karneval sollte Jedem ein Begriff sein. Insbesondere Köln gilt hierbei als Karnevalshochburg, was eigentlich nur eines bedeutet: Zur Karnevalszeit ist Köln voll. Und die Leute in Köln auch.

Doch obwohl in Köln an Rosenmontag gefühlte 80% der Leute einen geschätzten Promillewert von „nur ein Glas Bier… na gut, eine Flasche. Ich geb’s ja zu; ich hab den ganzen Kasten getrunken“ haben, konnte sich Köln auch an diesem Tag von einem seiner schönen Seiten zeigen.

Mein bester Freund und ich entschieden uns schon vor mehreren Wochen dafür, Rosenmontag in Köln zu feiern. Dies wollten wir, wie für zwei junge Männer üblich, auch mit ordentlich Alkohol tun. Schließlich musste für mich ja auch noch eine Freundin gefunden werden (Anmerkung: im Nachhinein merken wir schon selber, wie dämlich das klingt).

Als wir also schon am Karnevalssonntag ordentlich in die Nacht rein gefeiert hatten, auch, um den Superbowl bloß nicht zu verpassen, wollten wir am darauffolgenden Montag schon früh zum Dom fahren, um uns dort einen guten Platz am Rosenmontagszug zu ergattern. Wir stiegen um 12:15 in die Bahn und wie es an Karneval so ist, fingen wir schon nach ca. 5 Minuten an zu trinken. Natürlich, stilvoll ist das nicht, und um hier keinen zum Trinken zu animieren: einfach weiterlesen.

Fast forward ein paar Stunden: Wir hatten beide ordentlich was intus. Am Nachmittag schon waren wir so betrunken, dass ich mich selber nicht mehr richtig an alle Details des Tags erinnere, geschweige denn Uhrzeiten weiß. Jedenfalls schien es grade dunkel zu werden als mein Freund meinte, er müsse sich mal setzen, da es ihm nicht gut ginge. Details will ich ersparen, aber er musste sich übergeben. Da er jedoch noch ansprechbar war und sich auch noch irgendwie auf den Beinen halten konnte, entschlossen wir uns, in den Bahnhof zu gehen. Er hatte unbedingt die nächste Bahn nach Hause nehmen wollen, doch ich merkte schon, dass das nichts wird. Um ihn jedoch ein wenig zu beruhigen, stimmte ich der Idee, erstmal zum Bahnhof zu gehen, zu.

Da waren wir nun an unserem Gleis und glücklicherweise kamen uns zwei Zufälle sehr gelegen.

  1. Unsere Bahn kam erst in 20 Minuten und
  2. Wir standen direkt am Mülleimer.

Bei meinem besten Freund schien sich keine Besserung breit zu machen nachdem er sich mehrfach in den Mülleimer übergeben hatte, also setzte er sich auf den Boden direkt an der Mauer, die die Treppe umrandet.

Betrunken wie ich war, war ich mit der Situation selber überfordert. Ich sicherte ihm, als er sehr schlapp und müde, fast regungslos, aber offensichtlich noch ansprechbar und bei Bewusstsein war, immer wieder zu, bei ihm zu bleiben und ihm zu helfen. Alles werde gut werden. Zur kurzen Orientierung schon mal vorweg: wir saßen ungefähr eine Stunde an besagtem Bahngleis.

Selbstverständlich schauten einige Leute recht angewidert auf uns hinab. Jedoch zeigte Köln für uns an diesem Abend auch seine verständnisvolle und menschliche Seite. Nach nur kurzer Zeit kam eine junge Dame zu uns, die für noch einige Minuten auf ihren Zug warten musste. Sie zeigte sich einigermaßen verständnisvoll für die Situation meines Freundes und für meine scheinbare Überforderung. Kurz kniete sie nieder und bot meinem Freund etwas von ihrem Orangensaft an; er bräuchte schließlich nun Flüssigkeit und Zucker. Zucker, das helfe ihm jetzt ganz sicher. Mein Freund trank ein paar Schlucke doch schnell musste die Frau weiter, da ihr Zug einfuhr.

Trotzdem dauerte es nicht lange, bis schon die nächste Hilfe herbei eilte. Ich selber wurde mir langsam etwas klarer im Kopf und konnte zumindest wieder der Situation bedingt ordentlich denken. Sich übergeben musste mein Freund nun schon seit mehreren Minuten nicht mehr (ob der Saft wirklich geholfen hat, oder ob die Sitzposition dies verhindert hat, sei mal dahingestellt). Zwei Menschen der DB Sicherheit kamen zu uns und ich erklärte ihnen die Situation. Jedoch sagte ich auch, dass medizinische Hilfe zu dem Zeitpunkt noch nicht nötig sei. Wasser bräuchte er jedoch. Dies war blöderweise schon länger leer.
Der freundliche Mann des DB Sicherheit-Duos bot daraufhin an, etwas Wasser zu besorgen. Daraufhin verschwanden die zwei; der Sicherheitsbeamte wollte bald mit etwas Wasser zurück sein. Ziemlich zeitgleich dazu fuhr auch unsere Bahn in den Bahnhof ein. Mein Freund sprang auf und wollte unbedingt in diese Bahn einsteigen. Mit etwas Körperlichkeit und konstantem Aufihneinreden gelang es mir jedoch, ihn davon zu überzeugen, lieber die nächste Bahn zu nehmen. Er war einfach noch nicht fit genug, um jetzt schon mit der Bahn zu fahren. Diese Entscheidung sollte sich als gut herausstellen; der Mülleimer musste erneut herhalten.

Bald saß er sich wieder. Kurz darauf kam der Mann der DB Sicherheit wieder. Er brachte einen Trinkkarton an stillem Wasser mit. Mein Freund trank in kleinen Schlucken; das Wasser tat ihm sichtlich gut. Ich bedankte mich und der DB Sicherheit-Mann ging wieder; er konnte schließlich auch nicht mehr tun als ich.

Mein Freund saß also dar und trank. Währenddessen fing ich ein wenig an, mich mit Leuten zu unterhalten. Natürlich blieb ich immer direkt neben meinem besten Freund aber ich konnte leider nicht viel machen außer warten, dass es ihm etwas besser geht. Nach einiger Zeit jedoch entschloss ich mich dazu, bei der Polizei nach Rat zu fragen. Ich sprach nochmal einen der Passanten an und fragte, ob er nicht mal kurz auf meinen Freund aufpassen könnte; ich sei sofort wieder da. Die Person stimmte sofort zu und sah mit betroffenen Blick zu meinem Freund rüber. Ich eilte herunter und fand auch sofort Polizeibeamte, die mir helfen konnten. Ich sollte sie zu meinem Freund führen und das tat ich dann auch. Zugegeben; ich war selber noch sehr betrunken und führte die Beamten versehentlich in die falsche Richtung, aber nach hoffentlich nicht zu langer Zeit waren wir dann bei meinem Freund. Zu sehen war dann, wie die Frau, die ich angesprochen hatte, sich sehr nett und hilfsbereit um meinen Freund gekümmert hatte. Sie unterhielt sich – so wie es möglich war zumindest – mit ihm, um ihn ein wenig zu beschäftigen und abzulenken. Die Polizeibeamten prüften die Lage, Fragen hier und da nach Details wie dem Namen usw. und halfen mir dann, meinen besten Freund weiter zu betreuen. Unser Zug würde jedoch in nur wenigen Minuten einfahren.

Die Beamten sagten mir, wie auch sie nicht viel machen könnten. Das Einzige, wurde mir gesagt, was möglich wäre, wäre, dass sie mir helfen, meinen Freund auf jeden Fall in den Zug zu setzen, ab wo ich ihn dann alleine wieder betreue, bis wir zuhause sind. Dem stimmte ich zu und die Beamten halfen mir, meinen noch immer sehr benommenen Freund in die Bahn zu setzen.

Doch da saßen wir dann. Ihm war noch immer schlecht, eine Tüte oder Ähnliches hatten wir nicht. Lediglich etwas Wasser hatte er.

Doch dann sprachen mich drei Personen an, die die Situation scheinbar mitbekommen hatten. Ich glaube nicht, dass sie zusammen gehörten, aber sie saßen direkt um meinen Freund und mich herum und sicherten mir Hilfe zu. Eine Frau reichte mir ein Taschentuch, die zweite eine Tüten, die ich beide meinem Freund in die Hände drückte. Wir unterhielten uns und passten alle zusammen darauf auf, dass meinem Freund nichts passiert. Wir lenkten ihn auch, soweit nötig, ein wenig ab und sicherten ihm Hilfe zu.
Als ich kurz vor der Station meines Freunds und mir sagte, ich müsse bald aussteigen, sagte einer der drei Personen, dass sie mir helfen kann, ihn nach Hause zu bringen. Sie müsse auch in diese Richtung laufen (ob sie trotzdem hätte an der gleichen Station aussteigen müssen, weiß ich an der Stelle nicht, aber ich denke, sie hätte weiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren müssen). Weit war die Strecke schließlich nicht.
Als wir ausstiegen half sie mir, meinen Freund zu stützen und wir gingen die fünf Minuten, die ich vom Bahnhof weg wohne, zu mir nach Hause. Bis an die Haustür brache sie ihn mit mir.

Zuhause haben wir meinen Freund dann wieder weiter versorgt und ihn ins Bett gelegt. Am nächsten Morgen hatte er über all das kein Wissen mehr, aber am späten Mittag, als er endgültig nach Hause musste, bedankte er sich noch bei mir. Einiges war wohl doch hängen geblieben.

Zwei Tage später traf ich den Mann, der mit uns im Zug saß und zu den bereits erwähnten drei Personen gehörte, beim Einkaufen. Er erkundigte sich über meinen Freund und war froh, dass soweit alles in Ordnung war. Er zeigte nochmals Verständnis für die Situation meines Freundes und beteuerte, er würde dies von sich selber auch kennen. Es sei also alles in Ordnung.

Allgemein zeigten sich alle Personen, die, wie erwähnt, mit der Situation zu tun hatten, sehr hilfsbereit und verständnisvoll (schließlich kamen einige von ihnen ja auch von sich aus auf uns beide zu…).

Dabei muss ich wirklich sagen, dass es mich überrascht hat, wie hilfsbereit die Menschen doch waren. Ich hätte nicht erwartet, dass Menschen von sich aus so viel Hilfe anbieten, bzw. dann doch auch sehr verständnis- und rücksichtsvoll reagieren, wenn sie angesprochen werden. Ein paar außenstehende haben sicherlich geguckt, aber im Großen und Ganzen ist mir niemand aufgefallen, der einen negativen Eindruck hinterlassen hat.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Menschen, wenn andere Menschen offensichtlich Hilfe benötigen, oft weggucken. Doch trotz dessen, dass viele an dem Tag am Bahnhof selber auch etwas getrunken haben (davon gehe ich am Rosenmontag einfach mal aus), war das dieses Mal nicht so. Das überrascht mich und macht mich auch etwas glücklich.

Man gewinnt so dann auch ein Stück weit den Glauben an die Menschlichkeit zurück.

Aus der Reihe: erfolglose Aushänge

10 Dinge, die man in Bonn Ippendorf gemacht haben sollte – Vorschläge von Severin

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Es gibt so einige Dinge, für die es sich als Bonner lohnt, nach Ippendorf zu fahren.

  1. Nachts auf den Kreuzberg gehen und von dort aus über die Lichter der Köln/Bonner Bucht staunen.
  2. Im Herbst Kastanien sammeln: In Ippendorf gibt es viele Kastanienbäume mit Esskastanien, z.B. oben bei der Kreuzbergkirche. Wer keine Esskastanien mehr findet, sammelt Rosskastanien und tauscht sie dann bei Haribo gegen Süßigkeiten um.
  3. An Karfreitag oder Karsamstag als Katholik die 28 Stufen der Heiligen Stiege der Kreuzbergkirche auf Knien erklimmen. Und wenn man nicht den “normalen Glauben im Rheinland” hat einfach die einzigartige Barockkirche besichtigen.
  4. Zur Gedenktafel für Gero von Braunmühl spazieren und an das dunkle Kapitel der RAF Geschichte denken.
  5. Karneval wird in Ippendorf groß geschrieben: Am Sonntag vor Weiberfastnacht geht der Zug. Pflichtprogramm für alle Ippendorfer und Bonner, die jemanden in Ippendorf kennen. Legendär ist die Party im Festzelt, die unter Kennern als eine der besten Sitzungen im rheinischen Karneval gilt – frühzeitig um Karten kümmern.
  6. Das Buch “Ippendorf. Vom armen Bauerndorf zum bevorzugten Bonner Wohnort” lesen (gibt es gelegentlich auch bei Amazon).
  7. Im EDEKA Markt Schüren einkaufen – klein, aber sehr gut sortiert. Und auch sonst hat Ippendorf einiges an Geschäften zu bieten, z.B. eine Bäckerei, Blumenladen, den Fahrradladen 7bar Bikes… Kauf lokal.
  8. In Ippendorf essen gehen, z.B. Indisch, “Beim Mahler” oder beim Tennisclub. Der Inder verfügt über einen schönen Garten mit Blick aufs Melbtal, der Mahler über eine kleine aber sehr schöne Dachterasse.
  9. Im Winter mit dem Schlitten an den Kreuzberghängen rodeln – mit die besten Schlittenhänge im Bonner Stadtgebiet. Im Sommer durch das Katzenlochtal wandern und mit etwas Glück Wildkatzen entdecken.
  10. Wissen, dass Ippo ein fränkischer Personenname im 8. Jahrhundert war und Ippendorf demnach nach einem Ippo benannt ist sowie, dass in Ippendorf ein etwa 50.000 Jahre altes Feuerstein-Werkzeug gefunden wurde – schon in der Steinzeit wussten die Menschen, wo es schön ist.

Diese Liste hat Severin Tatarczyk erstellt, der über 25 Jahre in Ippendorf gelebt hat und auch jetzt noch oft da ist.

In der Reihe “10 Dinge, die man in … gemacht haben sollte” werden Orte, Dinge, Veranstaltungen und anderes vorgestellt, die man in bestimmten Städten, Dörfern, Ländern, Regionen… gemacht haben sollte. Sie wollen auch eine Liste veröffentlichen? Machen Sie mit!

Bild: Kreuzbergkirche im Schnee. Hinter der großen Tür verbirgt sich die Heilige Stiege.

Lineare Zuordnung? Proportionale Zuordnung? 16 Mädchen auf dem Schulweg.

Der alljährliche Wahnsinn im Bahnverkehr

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Jedes Jahr im Dezember ist es wieder so weit: Mitte des Monats wird der Bahnfahrplan umgestellt. Geänderte Abfahrtszeiten, neue Züge, neue Strecken und oft auch ganz neue Anbieter.

Dass es da Probleme gibt, ist klar: So verlief der Start von National Express im NRW Regionalverkehr alles andere als rund. Ich erinnere mich nicht gerne an eine Fahrt in einem total überfüllten RB48 mit 50 Minuten Verspätung. Im neuen Jahr lief dann wieder alles wie gewohnt.

Was ich mich aber frage – warum findet der Fahrplanwechsel ausgerechnet im Dezember statt? Zu dieser Zeit sind die Züge ohnehin überfüllt, es liegt überraschend Schnee auf den Schienen und die Weichen sind eingefroren. Mal ehrlich – einen ungünstigeren Zeitpunkt für die Umstellung gibt es eigentlich kaum. Warum legt man sie nicht auf Anfang Januar, wenn viele noch Urlaub haben und kein Vorweihnachtsstress mehr ist?

Ich bei der Pressstelle der DB nach einem Grund gefragt und ein Bahnsprecher hat tatsächlich geantwortet:

Dass der Fahrplanwechsel im Dezember stattfindet, basiert auf einer Vereinbarung der europäischen Bahnen, die entsprechend alle zum selben Termin den Fahrplan umstellen.

Nun, eine echte Begründung ist das nicht – schließlich wird es die gleichen Probleme auch in anderen europäischen Ländern geben.

Ändern wird sich aber wohl nichts – zu viele verschiedene Dinge müssten koordiniert werden.

Und so werden wir auch in den nächsten Jahren über Verspätungen zum Fahrplanwechsel schimpfen.

10 Dinge, die man in Aachen gemacht haben sollte – Vorschläge von Eva

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  1. Dom/Rathaus/Katschhof: 
    Man kann wohl nicht in Aachen verweilen ohne dem Dom, Rathaus und Katschhof einen Besuch abgestattet zu haben.
    In der Krönungskirche der deutschen Könige und Grabstätte Karls des Großen steckt der Teufel nicht im Detail, sondern laut Dombausage der Teufelsdaumen in einem der Löwenköpfe am Hauptportal und kann noch heutzutage ertastet werden.
    Im Rathaus sticht der Krönungssaal hervor, in dem alljährlich der internationale Karlspreis zu Aachen verliehen wird.
    Der Katschhof verbindet die beiden Bauwerke und ist Schauplatz vieler kultureller Veranstaltungen (Domspringen, Weihnachtsmarkt, Weinsommer, etc.)
  2. Drei-Länder-Eck:
    Um einen Stein hüpfende und Arme sowie Beine verrenkende Menschen beobachtet man am sogenannten Drei-Länder-Punkt, wo der Grenzstein zwischen Deutschland, den Niederlanden und Belgien zu derlei körperliche Aktivitäten animiert. Neben diesen lustig anzusehenden Versuchen sich in 3 Ländern gleichzeitig aufzuhalten, bietet der Balduin-Turm bei gutem Wetter einen fantastischen Ausblick (Richtung Belgien bis ins Hohe Venn, Richtung Niederlande bis nach Masstricht und Richtung Deutschland bis in die Eifel). Ein Spaß nicht nur für die Kleinen ist das Labyrinth aus Hecken, für dessen erfolgreicher Durchquerung mindestens eine Dreiviertelstunde eingeplant werden sollte. Für zusätzlichen „Nervenkitzel“ sorgen die unberechenbaren Wasserfontänen, an denen in regelmäßigen Abständen kein Weg dran vorbei führt und schon so manchen wie einen begossenen Pudel haben aussehen lassen.
  3. Vennbahn-Radweg:
    Der Vennbahn-Radweg ist einer der längsten Bahntrassenradwege Europas und führt durch die drei Länder Deutschland, Belgien und Luxemburg. Mit einer Länge von 125 Kilometern führt der Weg von Aachen über das Hochmoor Hohes Venn nach Troisvierges im Norden Luxemburgs. Der Radweg ist im wahrsten Sinne des Wortes grenzüberschreitend, denn er wechselt mehr als ein Dutzend Mal zwischen Deutschland, Belgien und Luxemburg.
  4. Kletterwald:
    Inmitten der Natur zwischen 14 Parcours unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade und Höhen zwischen 1 und 22 Metern wählen und sich über Getränkekisten, Steigbügel, Schaukelpferde, Holzbänke, Rutschen, etc. von Baum zu Baum hangeln ist ein einmaliges Freizeitvergnügen.
  5. Aachener Brunnen:
    In Aachen finden sich eine Vielzahl von Brunnen, was wohl auch auf Aachens Status als Kurort zurückzuführen ist.
    Vom Puppenbrunnen (an diesem befinden sich verschiedene Puppenfiguren (Marktfrau, Harlekin, Professor, Pferd, etc.) deren Gliedmaßen frei beweglich sind) über den Geldbrunnen (er stellt den Lauf des Geldes anhand verschiedener Personen dar), den Kugelbrunnen (die an einer Säule angebrachte Kugel öffnet ihre einzelnen Bauteile, so dass schließlich der Eindruck einer geöffneten Rose entsteht) bis hin zum Elisenbrunnen (das Wahrzeichen des Bade- und Kurortes Aachen, in dessen Rondell sich Trinkbrunnen der Kaiserquelle befinden. Wer davon kosten möchte, sollte sich am besten die Nase zuhalten, da das stark schwefelhaltige Wasser arg nach faulen Eiern riecht) seien nur einige besonders sehenswerte erwähnt.
  6. Mit dem „Lühtemann“ durch „Oche“ (die besondere Stadtführung in Aachen):
    Marita Zeyen führt als Lühtemann (Nachtwächter) mit Horn und Laterne durch die Altstadt Aachens und gibt neben Wissenswertem über die historischen Sehenswürdigkeiten auch Pikantes und Amüsantes aus Aachen preis.
  7. Brunch im Drehturm Belvedere:
    Im ehemaligen Wasserturm Belvedere auf dem Lousberg bietet sich sonntags die Möglichkeit über den Dächern Aachens zu brunchen und ein schönes Panorama von allen Seiten zu genießen (da der Fußboden auf Schienen liegt dreht er sich, von Elektromotoren angetrieben, in knapp einer Stunde um die eigene Achse und mit ihm Tische, Stühle sowie Gäste).
  8. Einkehr in die Gaststätte „Zum Postwagen“:
    Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die uralte Gaststätte „Zum Postwagen“ ist das einzig erhaltene Holzhaus in Aachen, dessen Geschichte bis 1657 zurückreicht. Eine Vielzahl an Ecken und Winkeln, eine Treppe, die zu besteigen geradezu abenteuerlich scheint, Räume, die an alte Eisenbahnwaggons erinnern – hier ist es einfach auf eine rustikale sowie ursprüngliche Art gemütlich.
  9. Werksverkauf für Naschkatzen:
    Wer es gerne süß mag, kommt in Aachen auf seine Kosten. Von den Schokoladenartikeln von Lindt über die Printen von Lambertz bis hin zur Marmelade von Zentis (um nur einige zu nennen) bieten sich in Aachen zahlreiche Möglichkeiten, sich zu Schnäppchenpreisen mit Süßwarenartikeln einzudecken.
  10. Tivoli:
    In Aachen kann das 2009 eröffnete, über eine Kapazität von knapp 33.000 Plätze verfügende und mit 46 Millionen Euro Baukosten wohl bundesweit teuerste und größte Stadion eines Regionalligisten besichtigt werden.

eva-krumscheidEva hat Sonderpädagogik studiert und lebt in Aachen.

In der Reihe “10 Dinge, die man in … gemacht haben sollte” werden Orte, Dinge, Veranstaltungen und anderes vorgestellt, die man in bestimmten Städten, Dörfern, Ländern, Regionen… gemacht haben sollte. Sie wollen auch eine Liste veröffentlichen? Schreiben Sie uns!

10 Dinge, die man in Köln gemacht haben sollte – noch einmal Vorschläge von Sonja

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  1. Einen Burger bei der “fetten Kuh” in der Kölner Südstadt kosten: Es gibt sowohl Klassiker als auch Wochen- und Monatskreationen mit den ausgefallensten Zutaten für experimentierfreudige Gourmets – z.B. der Fleur de Sel Caramel Biscuit, Kardamom-Bergamotte Mayo und Saltimbocca. Aber: Aufgrund hoher Nachfrage ist meistens mit längeren Wartezeiten zu rechnen, besonders am Wochenende. Reservierungen sind nicht möglich. Trotzdem, es lohnt sich – “Die Fette Kuh”, Bonner Str. 43, 50677 Köln.
  2. “Kunst gegen Bares” besuchen: Auf einer offenen Bühne präsentieren Künstler, Musiker und Comedians ihre selbstinszenierten Shows. Viele bekannte Gesichter, aber auch Neuankömmlinge mit hohem Unterhaltungswert. Nicht selten wird das Publikum in das Programm eingebaut, die Zuschauer dürfen eine kleine Belohnung in die Sparbüchse ihres Favoriten werfen. Der Gewinner mit den meisten Einnahmen erhält neben dem Verdienst den liebevollen Titel “Kapitalistenschwein der Woche”. Sehenswert – “artheater“, Ehrenfeldgürtel 127, 50823 Köln.
  3. Einen Abend in der “Harry’s New York Bar” genießen – langer Favorit, wenn es um Bars in Köln geht. Am Wochenende mit Livemusik, lecker gemixten Cocktails und kleinen Speisen, perfekt zum Entspannen oder mit guten Freunden zu philosophieren. Gelegentlich kann man dort Prominente antreffen, die im Dorint Hotel hausen. Schönes Ambiente mitten im Herzen Kölns – “Harry’s New York Bar”, Pipinstraße 1, 50667 Köln.
  4. Für Kunst- und Museumsfanatiker sowie begnadete Dialogführer: Die “kunst:dialoge” im Museum Ludwig durchwandern. Eine interessante Gelegenheit sich mit jungen Studenten und Kunstinteressierten über die ausgestellten Werke auszutauschen, wie es sonst nicht geboten wird – ob Fragen, Meinungsäußerungen oder gegenseitiges Annähern an ein Kunstwerk und die Geschichte dahinter. Als ehemalige Teilnehmerin kann ich auf positive und aufschlussreiche Dialoge zurückblicken. Aktuelle Termine gibt es unter museum-ludwig.de – “Museum Ludwig”, Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln.
  5. Kunstvoller Flair in einer Kette: “Salon Schmitz“/”Metzgerei Schmitz”/”Bar Schmitz”. Brasserie im Bohème-Stil mit viel Liebe zum Detail. Der Kuchen, das (ich würde schon sagen beste) Eis, die selbst gemachten Salate, die Quiches, die Sonnenplätze draußen, das bunte Publikum… Immer wieder gerne. Empfehlenswert – “Salon Schmitz” – Aachener Str. 28, 50674 Köln.
  6. Sich das Shopping auf der Mittel- und Ehrenstraße gönnen mit anschließendem Besuch im Café “Spitz“. Das Frühstück und der Brunch sind ebenso einladend wie der “Lillet Vive” im Sommer, dort besonders gut zubereitet. Ob “Strammer Max”, “Münchner Weisswurst” oder “Himmel un Ääd”, die deutsche Küche schmeckt und weiter geht’s durch die Kölner Innenstadt. Saisonbedingt auch mit Terrasse – Café-Restaurant “Spitz”, Pfeilstr. 32-35, 50672 Köln.
  7. Im Open Air Kino am Rhein entspannen und die Sonne untergehen lassen. Als wäre der Kölner Rheinauhafen nicht schon schön genug, gibt es an bestimmten Terminen im Sommer Kinovorstellungen unter freiem Himmel mit ca. 600 Plätzen. Wunderbar an sonnenreichen Abenden am Rande der berühmten Kranhäuser. Weitere Informationen und Zeiten unter openairkino.de/koeln/ – Harry-Blum-Platz, 50678 Köln
  8. Für Kunst- und Buchschwärmer und solche, die es werden wollen: In der “Buchhandlung Walther König” vorbeischauen. Kunst, Mode, Psychologie, Fotografie, Film, Architektur, Enzyklopädien, Ausstellungskataloge und vieles mehr zum Stöbern und Inspirationen sammeln. Sehr vielseitig und fesselnd – man findet, wonach man nicht gesucht hat, also unbedingt Zeit mitbringen! Verlag der Buchhandlung Walther König, Ehrenstraße 4, 50672 Köln.
  9. Dschungelzeit in Köln: Wer einmal Känguru-, Zebra-, Krokodil-, oder Straussfleisch probieren möchte, dem empfehle ich das “Mongo’s” in Köln-Deutz. Leckere Dips/Marinaden, faire Preise und große Auswahl an Gemüsesorten, Fisch- und Fleisch – ob im Menü oder beim mongolischen All-you-can-eat-Buffet. Zum Dessert kann man sich dann karamellisierte Heuschrecken mit Eis auf der Zunge zergehen lassen… Sonst stehen auch vegetarische Gerichte zur Auswahl, jedoch empfiehlt es sich vorher zu reservieren. Was Getränke angeht: Sehr gut gemixt ist der Moscow Mule – alternativ gibt es auch mongolische Biere und selbstgemachte Limonade. Mal anders – “Mongo’s Restaurant Köln”, Ottoplatz 1, 50679 Köln.
  10. An den Messen und Veranstaltungen in der Kölnmesse teilhaben. Neben der größten Süßwarenmesse der Welt (“ISM”) kann man auch die größte Videospielmesse (“gamescom”) oder die internationale Einrichtungsmesse (“imm cologne”) besuchen. Das fünftgrößte Messegelände der Welt bietet jährlich Platz für internationale Innovationen und Besucher aus aller Welt. Auf koelnmesse.de finden sich kommende Termine für das Jahr und der Vorverkauf von Eintrittskarten.

In der Reihe “10 Dinge, die man in Köln gemacht haben sollte” werden Orte, Dinge, Veranstaltungen und anderes vorgestellt, die man als Kölner Bürger gemacht haben sollte. Sie richtet sich in erster Linie an Menschen, die in Köln wohnen – aber auch Besucher Kölns finden hier sicher Geheimtipps. Wir freuen uns über weitere Listen – gerne auch aus anderen Städten.

Diese Liste ist von Sonja Parkhomenko, die seit 15 Jahren in Köln lebt. Dies ist bereits die zweite Liste, die sie erstellt hat.